Die letzten beiden Tage hat es hier fast durchgängig geregnet, wobei dies die Menschen hier mehr erfreut als dass sie sich daran stören. Meinetwegen hätte das Wetter so bleiben können, wie an den ersten beiden Tagen. So muss ich mich laut Aussage des Wetterberichts wohl noch bis nächsten Montag gedulden. Meine, fürs Wochenende geplante, Fahrradtour nach Sausalito fällt damit wohl ins Wasser. Aber ich werde wohl dennoch die Stadt erkunden; wenn auch per Bus und Bahn/Cable Car.
Gestern bin ich zum ersten mal die Market St. herunter gelaufen. Mein Ziel war das Westend Shopping Center und der Virgin Megastore. Jungfrauen gab es hier zwar keine, dafür aber haufenweise CD’s,DVD’s,T-Shirts und anderer KrimsKrams, der die allgemeine Lifestyle Obsession der Bewohner hier befriedigt.
Im Westend Center sieht es genauso aus wie in deutschen Arkaden/Galerien und Shoppingparks, nur alles ein wenig größer und lauter. Im Vans Store gibts die entsprechenden Schuhe zu Schleuderpreisen nur leider war ich der einzige dort und fühlte mich entsprechend unwohl und bin auch schnell wieder gegangen…
Zum Thema einkaufen:
In jedem kleineren Laden gibts Tipgläser, also Gläser wo man ein obligatorisches Trinkgeld rein werfen kann/sollte.
Trinkgeld geben gehört hier zum guten Ton wie bei uns “Hallo” zu sagen. In den meisten Schnellrestaurants oder Kaffeehäusern bestellt man sein Essen/Trinken und kriegt nach der Bezahlung eine Quittung mit einer Nummer oder man gibt seinen Namen an. Sobald die Ware fertig ist, wird die Nummer aufgerufen bzw. der Name und man holt sein Zeug vom Tresen ab. Bei McDonalds ist das genauso. In Supermärkten gibts nur eine Schlange, welche sich dann an den verschiedenen Kassen aufsplittet.Dies führt zu wesentlich geringeren Wartezeiten als bei uns. Zumindest kam es mir so vor.
In Dinners wird man zu Tisch gebeten, d.H. wenn man sich einfach auf einen freien Tisch stürzt, wie das bei uns so der Fall ist, wird man schlicht ignoriert. Ungefragt bekommt nach ca 10 Minuten die Rechnung, welche man entweder sofort oder später an einer extra Kasse bezahlt. Das Trinkgeld (meist 15-20%) lässt man beim gehen auf dem Tisch liegen. Lustigerweise sind die Preise immer höher als angegeben, da niemals ein Preis (weder im Supermarkt noch im Klamottenladen oder Restaurant) mit Mwst ausgeschrieben wird. Eigentlich ist das gar nicht lustig; das hat mich hier zu beginn oftmals verwirrt.
Gestern waren wir zum Lunch beim Chinesen. Hier hab ich mir eigtl. einmal Chicken Süß-Sauer bestellt. Was ich bekam, war Pork (also Schweinefleisch) süß-sauer mit unendlich vielen Zwiebeln. Das Fleisch war so fettig und zäh, dass die Hälfte davon wieder in der Serviette landete. Vermutlich hatte mich die Bedienung falsch verstanden. Next time i’ll kill him
Heute morgen hab ich dann etwas sehr lustiges gesehen :

Das ist ein sogenannter Kinder-Van , vermutlich um Kindergarten Kinder herum zu kutschieren.
Ebenso anzutreffen sind Zero-Emission Busse:

Diese Busse haben auf den Dach drehbar gelagerte Antennen, welche den Bus mit Stromleitungen über der Straße verbinden. (Also das Prinzip einer gemeinen Straßenbahn)
Als ich auf meinen Shuttle Bus wartete, nutzte ich zum ersten mal einen dieser lustigen Zeitungskästen. (Ebenso links im Bild oben zu sehen)
Die meisten Zeitschriften sind kostenlos. Nur die etwas größeren Tageszeitungen kosten etwas (meist 0,50$, Sonntags 2$). Ausgestattet mit dem SF Chronicle gings zur Arbeit. Zum Mittag gabs heute mal einen richtigen Burger von einem Laden direkt um die Ecke. Im Lokal waren auch einige, sehr homoerotisch anmutende, Polizisten zugegen. Als Polizist kriegt man da vermutlich eine Vorzugsbehandlung, da diese ihr essen vor allen anderen bekamen. Ich musste ca. 15 Minuten auf meinen Pagan Burger warten, welcher dafür aber frisch zubereitet wurde. Zum Geschmack : Im Cheers schmeckts besser
Abends guck ich meist TV und das ist hier eigtl ziemlich gut. Ständig kommen alle möglichen Serien irgendwo. Family Guy, Scrubs, Simpsons, King Of Queens, Friends, Two and a half Man, House… Die Abende sind in dieser Hinsicht immer gerettet.
in diesem Sinne begeb ich mich jetzt auf die Couch und versuche die Diagnosen von House zu verstehen.